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Im
September 1997 beging die Freiwillige Feuerwehr Brome ein besonderes
Jubiläum. Das soll uns Anlaß sein einhundertfünfundzwanzig Jahre
zurückzuschauen in das Jahr 1872.
1872 -
Brome ist ein Ort mit reicher Geschichte. Es war vom frühen Mittelalter
als Stadt und später als Marktflecken im Isenhagener Land Mittelpunkt
eines großen Einzuggebietes.
Handel
und Handwerk versorgten diesen Ort und Raum, der von drei Seiten umgeben
war von der Kreis- und Provinzgrenze zur anliegenden Altmark hin und doch
eng verbunden mit den Dörfern Wendischbrome, Mellin, Steimke, Germenau,
Jahrstedt und Böckwitz.
Über 40
Jahre war diese Provinzgrenze zum Bromer Bogen geworden und hat die
genannten Orte hermetisch von Brome getrennt. Seit November 1989 ist der
Eiserne Vorhang gefallen und wir können ohne Angst und Schrecken unsere
Verwandten und Freunde in der Altmark problemlos besuchen.
Unser
Ort liegt idyllisch im Tal der Ohre, die von Norden kommend in
Schlangenlinien die Wiesen durchfließt und sich am Mühlenteich in drei
Arme teilt. Dadurch steht zumindest im Ortskern bei Bränden zusätzlich
Löschwasser zur Verfügung.
Felder,
Wiesen und Waldungen lockern das Landschaftsbild auf. Genannt seien hier
nur der Schwarze Berg, der Große und Kleine Soll, Sierau und Stewling, der
kleip und nicht zuletzt der Bromer Busch mit dem Schützenplatz und dem
Sportzentrum.
Auch
heute noch strahlt der Ort Brome eine besondere Bedeutung auf die weitere
Umgebung aus, ist er doch Verwaltungssitz der jetzigen Samtgemeinde Brome.
Ein
nicht zu übersehendes Wahrzeichen ist die stolze Bromer Burg, Eigentum des
Grafen von der Schulenburg. Eng verbunden mit der Geschichte der Heimat
ist die Burg nun Symbol im Bromer Wappen. Durch die Anpachtung der Burg
seitens der Gemeinde und des Landkreises war es möglich, mit viel Arbeit
und Initiative, am Anfang durch eigene Leute, heute durch den Heimat- und
Museumsverein, in Eigenleistung darin ein Heimatmuseum zu errichten.
Wie die
Burg konnten sich einige Häuser trotz Feuer und Spitzhacke bis in die
heutige Zeit erhalten, sie erzählen von einer Zeit, in der es noch nicht
Trecker und Mähmaschine gab, in der die Bauern mit Kühen und Pferden die
Felder bestellten. Es galt das schwer erarbeitete Hab und Gut zu erhalten.
Bei der damaligen Bauweise, Fachwerk und Strohdach, hatte ein einmal
begonnenes Feuer verheerende Folgen.
Da man
der stetigen Gefahr nur in der Gemeinschaft Herr werden konnte, rief man
die Bürgerwehr ins Leben.
Feuerstätten und Kamine waren oft die Ursache eines Großbrandes. Üblich
war der Schornstein mit offenem Rauchfang, den der Schornsteinfeger
besteigen mußte.
Die
vielen Protokolle und Bilder berichten von den vielen Bränden und der
meist sehr schwierigen Bekämpfung.
Mit den
Glocken vom Kirchturm und durch die Hornisten wurde der Alarm ausgelöst.
Von den Männern selbst oder mit Gespannen wurde die Spritze zum Brand
gezogen. Es war für die Gespannführer eine besondere Ehre dabeigewesen zu
sein und ein jeder bemühte sich, erster zu sein. Daran hat sich bis heute
nichts geändert. Von einer Bezahlung für die Leistung war nie Rede.
Ob 1872
Glocken und Hörner zum Helfen riefen oder 2000 die Sirenen und
Meldeempfänger, damals wie heute setzen Männer Können und Leben ein, und
es gilt der Spruch:
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